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Mikronährstoffe beim Sport - gerechtfertigt oder überflüssig?

Intensiver Sport hinterlässt deutliche Spuren im Körper. Muskelkrämpfe, muskuläre Erschöpfung und Abnutzungserscheinungen sind Sportlern vertraut. Weniger bekannt sind Belastungen des Immunsystems durch akute oder chronische Verdauungsprobleme sowie freie Radikale. Welche Mikronährstoffe hier eine Rolle spielen, erklärt die Ernährungsspezialistin und Hobbysportlerin Mag. Larissa Grünwald.

Muskelkrämpfe und vorzeitige Ermüdung

Apotheke Schwenk_Sport_NahrungsergänzungEs zwickt und zwackt und nächtliche Muskelkrämpfe rauben uns den Schlaf. Was ist passiert? Sind einzelne Muskelgruppen einer übermäßigen sportlichen Belastung ausgesetzt, so können sich einzelne Muskeln verkrampfen und bleiben in einer Dauerspannung, die wir als Muskelverhärtung spüren können. Ursache ist häufig ein Elektrolytmangel, der die Entspannungsphase hartnäckig verhindert. Zu den Elektrolyten zählen Magnesium, Calcium, Natrium sowie Kalium. Alle vier Elektrolyte sind an der Muskelbewegung beteiligt und bei sportlichen Leistungen im Dauereinsatz. Durch vermehrtes Schwitzen und den unerwartet höheren Verbrauch kommt es relativ rasch zu einem Mangel an oben genannten Mikronährstoffen. Der Muskel ermüdet und verkrampft sich.

Zur raschen Lockerung tragen zusätzlich zugeführte Elektrolyte in Form von Getränken (Elektrolytgetränke), Kapseln (Basenkapseln) oder Pulvern (Basenpulver) bei. Entspannungsübungen, warme Basenbäder sowie Massagen sind weitere sinnvolle Maßnahmen, um die Verkrampfung zu lösen.

Abnutzung von Gelenken

Apotheke Schwenk - Sport - GelenkeEin gut funktionierender Gelenksapparat ist die Voraussetzung für Leistungsfähigkeit und Spaß am Hobby. Durch regelmäßigen Sport kann es zu Abnutzungserscheinungen sowie Entzündungen an den Gelenken kommen. Sind bereits leichte Belastungsschmerzen zu spüren, empfiehlt sich die zusätzliche Einnahmen von Glucosamin-, Chondroitinsulfat sowie Hyaluronsäure.

Glucosamin ist der Hauptbestandteil des Gelenksknorpels und der Gelenksflüssigkeit. Chondroitin wiederum besitzt die Fähigkeit, Wasser zu speichern und die Elastizität des Knorpels zu verbessern. Ähnlich aktiv ist Hyaluronsäure, die zusätzlich eingenommen die Gelenkbewegungen verbessert und Abnützungserscheinungen der Knorpelflächen verhindert.

 

Darmprobleme & Immunsystem

Larissa Grünwald_Nahrungsergänzungen_SportBei intensivem Training kommt es zu einer Umverteilung des Blutes von den Eingeweiden in die Arme und Beine. Gleichzeitig verschiebt sich die Energieversorgung vom Körperinneren zur arbeitenden Muskulatur, womit sich der Sportler mit einem Problem konfrontiert sieht, das weit weg von Muskelkrampf und muskulärer Erschöpfung liegt: Ein Problem mit der Verdauung. Eine ineffiziente Nahrungsverwertung, flüssige mehrfach täglich auftretende Stühle sowie Blähungen und Verdauungsschmerzen sind charakteristische Symptome. Je nach Häufigkeit der Belastung können sich Verdauungsstörungen über Monate halten und dabei das Immunsystem empfindlich beeinträchtigen.

Der Hintergrund: Rund 80% der Immun- bzw. Abwehrreaktionen gegen bakterielle oder virale Erreger passieren bereits im Darm. Ist die Darmschleimhaut durch Krämpfe und Durchfälle ständig gereizt, leidet auch die Abwehr. So zeigen Studien an Sportlern einen deutlichen Zusammenhang zwischen Verdauungsbeschwerden und einer verringerten Abwehrleistung.

Regelmäßig eingenommen, können Probiotika mit hoher Verträglichkeit die Darmflora regulieren, die Darmschleimhaut regenerieren, Beschwerden verbessern sowie das Immunsystem nachhaltig unterstützen.

Freie Radikale & Immunsystem

Antioxidantien_Freie_Radikale_Apotheke_SchwenkHinzu kommt die kontinuierliche Bildung freier Radikaler. Das sind hochreaktive, aggressive Zwischenprodukte unseres Stoffwechsels. Je intensiver die sportliche Aktivität, umso höher die sportbedingte Radikalbelastung. Insbesondere Sportarten wie Laufen, Radfahren oder Triathlon sind mit einer vermehrten Bildung freier Radikale verbunden.

Ohne entsprechende Maßnahmen in Form von sogenannten Antioxidantien ("Radikalfänger"), können diese aggressiven Moleküle das Muskelgewebe schädigen sowie Entzündungsprozesse im Körper in Gang setzen und unser Immunsystem schwächen. Zu den bekanntesten Antioxidantien  zählen Vitamin A, C, E, Selen, Zink, Coenzym Q10 und/oder Carotinoide.


 (Anmerkung der Redaktion: Ein Video mit einem kurzen Überblick zum Thema "Freie Radikale - schützen Vitamine" finden Sie im Menü Tipps > Gesundheit.)


 

Über die AutorinGrünwald Larissa

  • Studium der Ernährungswissenschaften, ehemalige Pharmareferentin und seit 2002 selbständige Ernährungswissenschafterin.
  • Schwerpunkte: Orthomolekulare Medizin, Gesundheitsjournalismus, Publikationen, Ernährungsinformation, Vortrags- und Seminartätigkeit sowie beratende Tätigkeiten für Firmen der Lebensmittel- und Pharmabranche. Seit 2002 Referentin der Nährstoffakademie Salzburg.
  • Zusatzausbildung: Chinesische Ernährungslehre, Orthomolekulare Ernährungslehre, Schüsslersalze, Spiegelgesetz-Coach, Huna-Lehre, Shiatsupraktikantin, Aerobicinstructor, Kundalini-Yogalehrer

Weitere Informationen: www.larissagruenwald.net

 

 

 

 

 


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