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COPD - Tipps für Raucher & Allergiker

Hauptbetroffene dieser chronischen Atemwegserkrankung sind Raucher, aber auch ein allergisch bedingtes Asthma kann in eine COPD übergehen.
Primarius Dr. Norbert Vetter, Topexperte für COPD, beantwortete im Rahmen unserer „COPD-Aktion" die Fragen unserer Kunden.

 

Was ist COPD?

COPD ist die Abkürzung von „chronic obstructive pulmonary disease". Übersetzt bedeutet das „chronisch obstruktive (gemeint ist: verengte Bronchien) Lungenerkrankung".
Etwas vereinfacht gesagt, ist COPD eine chronische Entzündung der tiefen Atemwege, die mit Atemnot, Husten und vermehrter Schleimproduktion verbunden ist.

Was sind die Ursachen für COPD?

Zigarettenpackung Fotolia 49773154 640_RauchenRauchen ist die häufigste Ursache für die Entwicklung einer COPD ist. Daher auch der Name „Raucherhusten". Auch Passivrauchen ist schädlich. Passiv rauchende Kinder bekommen deutlich öfter Asthma oder Raucherhusten. Nichtraucher hingegen erkranken selten an COPD.
Beim Rauchen gelangt u.a. eine Menge schädlichen Feinstaubes in die Lungen. Durch die Zunahme des weltweiten Tabakkonsums steigt auch die Zahl der COPD-Fälle. Abgesehen davon leiden heute insgesamt mehr Patienten an Atemwegserkrankungen als früher.

Pollenallergie Fotolia 23139037 640Am Anfang einer COPD-Erkrankung kann auch ein überempfindliches Bronchialsystem stehen oder eine Allergie mit trockenen, juckende Augen, heftigem Niesen und rinnender Nase. Bleibt die Allergie unbehandelt, kann sich daraus ein allergisches Asthma mit anfallsartig verengten Bronchien entwickeln und in weiterer Folge eine COPD mit permanent verengten Bronchien.

Es ist daher besonders wichtig, Allergien und Asthma zu erkennen und behandeln zu lassen. Eltern sollten daher ihre Kinder genau beobachten. Wenn Kinder z.B. laufen und dabei ohne naheliegenden Grund (z.B. wegen eines Infektes) husten, ist das oft das erste Anzeichen von Asthma.

Wie wird COPD diagnostiziert?

Wichtig wäre es, COPD frühzeitig zu erkennen, um eine Verschlechterung der Lebensqualität zu verhindern. COPD kommt jedoch schleichend und fällt nicht sofort auf. Die Krankheit wird oft zu spät diagnostiziert, weil Patienten die beim Stiegensteigen oder anderen Anstrengungen auftretenden Atembeschwerden auf ihr zunehmendes Gewicht oder Alter zurückführen und daher nicht zum Arzt gehen.
Die Diagnose erfolgt durch eine Lungenfunktionsprüfung. Dabei misst man die Menge Luft, die ein Patient ausblasen kann. Diesen Test kann auch ein Hausarzt durchführen. Wenn die Lungenfunktion in Ordnung ist, liegt keine COPD vor, aber es kann sich um Asthma handeln.
Bei Hinweisen auf eine Allergie werden Allergietests durchgeführt. Mittels Röntgen oder Durchleuchten wird festgestellt, ob es sich um andere Atemwegserkrankungen handelt (z.B. ob ein Lungenemphysem, bei dem Lungengewebe verloren geht). Nicht zuletzt kann man die Atemgase untersuchen.

Ist COPD behandelbar?

Rauchen aufhören Fotolia 9317084 640COPD ist nicht so gut zu behandeln wie Asthma. Die Verengung der Bronchien kann bei COPD nicht völlig rückgebildet werden, aber man kann die Beschwerden lindern. Wichtig dabei ist, den Entzündungsprozess zu verringern. Für Raucher bedeutet das vor allem, mit dem Rauchen aufzuhören, während Allergiker die Allergene (= die Allergie auslösenden Substanzen) vermeiden sollten. Um die Beschwerden zu lindern, ist es auch wichtig, richtiges Atmen zu erlernen und die positive Wirkung von gezieltem körperlichem Training zu nutzen. Zur Kontrolle wird halbjährlich ein Lungenfunktionstest durchgeführt.
COPD gilt in Industrieländern als die vierthäufigste Todesursache. Die Angst vor COPD ist jedoch nicht gerechtfertigt. Bei regelmäßiger Behandlung bleibt die Krankheit stabil.

Welche Wünsche haben Sie an Ihre Patienten?

Zum einen sollten Patienten auf den eigenen Körper hören und sich bei Auffälligkeiten untersuchen lassen. Zum anderen sollten Patienten keine Angst vor der Therapie haben, die verordnete Behandlung regelmäßig durchführen und sie nicht unterbrechen oder absetzen. Gerade bei Lungenkrankheiten ist die Therapie sehr nebenwirkungsarm. Auch der Einsatz von Cortison mittels Inhalator oder Spray ist hier harmlos, weil es nur auf die Schleimhaut der Atemwege wirkt.

 


 

Prim. Dr. Norbert Vetter

Prim Dr Vetter COPDFacharzt für Lungenkrankheiten, Innere Medizin, Infektiologie, Arbeits- und Betriebsmedizin; Schwerpunkte: Antibiotika, Antiretrovirale Therapie, Asthma & COPD, Therapie des Lungenkrebs, HIV (Ordinationen in 1120 und 1190 Wien)

Seit 1986 Vorstand der II. Interne Lungenabteilung im Pulmologischen Zentrum der Stadt Wien (Otto Wagner Spital, Baumgartner Höhe).

Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen

 

Weitere Informationen: www.vetter.at

 

 

 


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